Löcher im Gesicht

Wasser fließt aus jeglichen Löchern, die mein Gesicht hergeben. Es hätte keinen Unterschied gemacht, ob er da gewesen wäre oder nicht. Ich fordere von seiner Existenz mein Glücklichsein. Zwar wäre ich dann in Gesellschaft, in Bester zugegeben, aber dennoch sehr einsam. Dieser Zustand wurde in einem Teil von mir geboren, der mir selbst unbekannt ist. Wie man einen Bettbezug zum Beziehen umstülpt, versuche ich dies krampfhaft mit meinem Inneren, meinen Gedankengängen, welche doch in einem frühen Stadium abbrechen, verkümmern und gegen die Wand zurasen. Sie sind Ameisen mit von Kinderhand ausgerissenen Beinen. Beim Versuch zu Sprechen, kriecht langsam Asche aus meinem Hals und erstickt die kümmerlichen Worte, die ich seit zehn Minuten in Endlosschleife in meinem Kopf wiederhole. Nur damit es wieder strömt, das Wasser und mich ertrinken lässt.

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