Railwaytracks

Buchstaben

Würde ich lieber durch die helle Nacht wandern, als auf einem Bein durch die dunkle Sonne? Ja, nein, ich weiß es nicht. Aber das Einzelticket liegt schon auf dem Schreibtisch. The beginning is yet to come. 1-2-3 und es ist wieder soweit: Im Herbst. Im Herbst dann ruft die andere Stadt. Verspricht Wunder und aschefarbene Lidstriche, die man für die Nacht aufträgt. Hier ist es nur das blanke Auge, das auf die Netzhaut fällt. Hier könntest du es auch so haben, sagst du. Und ja, der Konjunktiv war schon immer ein guter Freund. Trotzdem zeigen die Schienen nach Norden. Es ruft der Kopfbahnhof.
Heute Nacht: Die Straßen – neues Unkraut erleben, frei sein, atmen. Dort weinen Möwen, wenn sie über meinen Kopf fliegen. Schaumige Tränen rinnen aus den Gullis und streifen die Räder meines Koffers. Ich lande an den Brücken. Mit Blick auf die großen Ziffernblätter. Graues Wasser oben und unten. Es tanzen Blechdosen von rechts nach links Ballett und werden von zittrigen Armen hochgehoben.
Gefangen in einem Lied von Morrissey, legt sich die Stadt schlafen. Und ich mich mit ihr. Kein schöner Land in dieser Zeit und morgen Abend finden wir uns. Wenn auch nicht unter Linden.

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