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Kolumne

Happy Birthday

Foto Julia Feller

Ok, ein Jahr schon an Tipperei und dem Versuch des Schreibens. Wie bei jedem Einjährigen ist hier trotzdem alles noch etwas wacklig. Zähne wachsen und tun weh und auch mit der Reichweite klappt es nicht so gut. Dennoch, Ludwig W. hatte recht: Die Grenze meiner Sprache ist die Grenze meiner Welt. Auf ein weiteres Jahr der Wortketten-Bildung. Happy Birthday. Auf drangsalierende Nachfrage meinerseits hier ein paar zuckrige Worte zur Ästhetischen Erziehung: Liebliche Wortkaskaden. Authentisch, ehrlich, außergewöhnlich und leidenschaftlich. Ach ja, und: Eine Konfettikanone aus Gefühlen – große, Worte, kreativ, anders

Highlight

S., du denkst ich sei so obercool, sitze den ganzen Tag mit dem Stift in der Hand am Schreibtisch, während mein Telefon pausenlos klingelt, weil jemand mit mir Kaffee trinken will. In Wahrheit klingelt hier nur manchmal die Müllabfuhr. Dann mache ich die Augen zu und stelle mir vor, das sei Applaus, während ich taub auf dem Sofa liege. So wie jetzt mit meinem abendlichen Müsli, in das ich Avocado geschnippelt hab, um mir mein Leben als young urban professional vorzugaukeln. Nur die scheiß Chiasamen fehlen mir zu meinem Großstädter-Sein.

XXVII

Glückskeks Mantra Foto

Zweitausendfünfzehn. Und da bist du auf einmal siebenundzwanzig. Hast deinen Scheiss nicht beieinander, wie du dachtest, als du zwanzig Jahre jünger warst. Hast kein Haus, kein Auto, nur einen Pinterest-Account mit vielen Wünschen. Für eine Karriere ist es zu spät, dafür sackt das Bindegewebe gen Süden. Dahin, wohin du gerne verreisen würdest, aber kein Geld hast, weil du immer noch studierst. Bist zerrissen zwischen dem Gefühl des Neids und gesegnet mit einem Füllhorn an Faulheit.  

rennen

  Wenn die Langeweile mit auf dem Sofa sitzt und ihren Zuckerschlund aufreisst, um einen aufzufressen und man als Gegeninitiative und in letzter Not, trotz fehlender Zutaten und Backkenntnisse anfängt Kokosgebäck herzustellen, sodass es im April nach Rolf Zuckowskis besungener Weihnachtsbäckerei riecht, wird dir bewusst, dass du vor dir selbst davon rennst.

Ich neige dazu, mich über vielerlei Thematiken aufzuregen. Wie hier schon getan über Blogger und deren digitale Platformen. Im Zuge dessen schmiss ich vor kurzem sämtliche Blogs aus meinem Reader, um die Zeit im Internet zu verkürzen und vor allen Dingen, mein tägliches Stresslevel beim Lesen von dämlichen Posts und hinzukommend mangelnder (oder Pseudo-) Schreibstilistik zu minimieren. Wenn dieser aggressive Wurm der Wut sich gerade schon hervorschraubt, möchte ich noch einmal als Frage in den Raum stellen, warum Menschen, die Subjekt, Prädikat und Objekt nicht in spannender Reihenfolge aneinandersetzen können,

Guten Morgen, ihr Mäuse! Heute kommt nicht nur ne steile Musik, sondern auch ein Aufruf zum Hingehen plus Gewinn! Am 5.März spielen die fancy Autistikits zur Feier ihres neuen Release in Köln im Sonic Ballroom. Whoop, whoop! Wer nicht kommt, ist selber schuld! Ihr bekommt nicht nur digitale Töne vom feinsten auf die Ohren, sondern könnt die auch noch mit nach Hause nehmen. (Die Musik, nicht die Ohren!) Zu gewinnen gibt es ausserdem 2 Gästelistenplätze!

Mein Hut, der hat drei Ecken

Illustration Hut

Ich mag Hüte. Große Hüte, Fedora, Panama oder ein Kombinat aus allem, solange man nicht aussieht wie Roger Cicero auf einem Wanderausflug. Was ich nicht mag, ist ab einer bestimmten Krempengröße das tatsächliche Tragen innerhalb des urbanen Raums. So ist die Bedeckung schon seit einigen Saisons wieder auf diversen Köpfen zu sehen und wirkt so lächerlich, als hätte sich Räuber Hotzenplotz persönlich in die Stadt verirrt. Der Hut dient hierbei nicht zum Wetterschutz gegen Wind und Regen, denn a) flöge dieser fort und b) würde dieser nass, was bei einem

Katharsis

Am Aschermittwoch ist im allgemeinen alles vorbei, zum Glück auch Herr K., der mich sechs Tage am Stück mit Frivolitäten (laute Musik, betrunkene Nachbarn, Körperflüssigkeiten auf dem Trottoir) geistig penetriert hat.

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