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Kolumne

…lese ich jetzt überall und hoffe auf Eingebung. Wie jedes Jahr versuche ich DAS kreative Geschenk unter den Tannenbaum zu karren, bei dem Mann außer sich ist vor Freude. Doch aus Zeitnot und lähmender Inspirationslosigkeit wühle ich mich durch die digitalen Collagen, die durch einen Klick in einer Auflistung enden. Leider und ich frage mich, ob es nur mir so geht, ist

Immer das Gleiche. Mein Magen windet sich krampfhaft, doch das Hirn ist nicht in der Lage, ein Gericht zu visualisieren. Das Einzige, das ich gerade noch differenzieren kann, ist entweder der Appetit auf süß oder salzig. Der Blick in den Kühlschrank vermag da auch keine Abhilfe zu schaffen, denn dieser ist zwangsläufig, in einem 1-Personen-Haushalt, ad infinitum unterfüllt. Außer einem Glas mit angekrusteten Senfresten,

Generation (wh)Y

Illustration Generation Y

Neulich las ich auf einem (Mode-)Blog einen Eintrag über die Generation Y. Trotz der offensichtlich entlehnten Argumentation eines Online-Lexikons, fand ich mich, abgesehen von der Stilistik, in der eigentlichen Thematik des Textes wieder. Es ging um die Möglichkeit, viele Chancen ergreifen zu können, aber nicht zu müssen und um das Verlorensein innerhalb der Flut von offenen Türen. Leider lese ich auch Leserkommentare, die meist in den Sparten von dumm bis dümmer rangieren. Der Kommentar, der mir ins Auge fiel und Fragen in mir veranlasste,

Das Atmen der Haut

Der Erfolg der Jugend misst sich an der Haut. Beliebtheit und makelloses Aussehen, welches glatte, reine Haut voraussetzt, scheinen Hand in Hand zu gehen. Doch frage ich mich auch noch heute, wenn ich in die halb-kindlichen, heranwachsenden Gesichter schaue, wie das möglich sein kann: Überspringt ihr die ganze Hormongeschichte und überlasst ihr der Pubertät lediglich das Knochenwachstum und die Zellreife oder spricht eure Epidermis einfach so gut auf das Teeniezeit-behaftete Clearasil an, welches an mir, auf der eh schon hügeligen Landschaft, die mein Gesicht formte, Gegenteiliges auslöste.

Fleisch

Vollkommen zugeknöpft gehe ich aus dem Haus. An der ersten Häuserecke beginnt es. Ein junger Mann grüßt mich. Im Laufe des Tages wiederholt sich die Situation mit alten Männern, mit dicken, mit dünnen, mit pickligen, mit männlichen Personen, die der deutschen Syntax nicht mächtig sind. Es geht hier nicht um eine bloße Begrüßung, von mir unbekannten Personen. Es ist der klebrig haftende und langsam herunter gleitende Blick auf sämtliche meiner Körperregionen, der mit einher geht. Es ist das Ausgesetzt sein. Es ist die Degradierung auf das Niedere. Es ist das

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