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Kurzgeschichten

»Alles in Ordnung?« fragst du von deiner Seite des Bettes. Und nein, das ist es wirklich nicht. Hier liege ich nun und meine Augen brennen. Teils von der nächtlichen Uhrzeit, teils von deinen unbedachten Worten. Montagnächte sind unglaublich lang und während du dich wieder in den Schlaf wiegst, starre ich ins immer heller werdende Draußen, das vor dem Fenster passiert. »Bis einer weint.« hast du gesagt und das tun wir nun beide. Ich habe dir nichts versprochen, auch keine Erklärung. Und jetzt liegen wir hier auf den Quadratmetern der Matratze

Es ist Sonntag, Zeit für die Geschichte von letzter Nacht von Sarah Riedeberger und mir. Bis in die Knochen Deine Nummer steht in meinem Telefonbuch. Ich kenne deinen Namen, von vorne bis hinten, tausend Mal habe ich ihn gesagt. Ich kenne dich, deine Lenden, dein Gesicht. Mein Mobiltelefon liegt, eingekauert neben Werbeprospekten, auf dem Küchentisch. Ich könnte es nehmen, deine Nummer wählen, dir eine Nachricht schreiben, oder dir bloß von mir erzählen. Geschichten, Legenden und Viten flüstern dir zu, wie ich mit meinen Fingern durch deine Wind-befallenen Haare fahre. Sie fünffach

  Sarah Riedeberger und ich haben geschrieben. Erneut, samstäglich und zum fünften Mal: Le garcon Ein „Hallo“ verhallt aus dem anderen Zimmer. Wand an Wand. Das Ohr fest an die Vergangenheit gedrückt, versuche ich die letzten Laute wahrzunehmen. Das Rascheln der Chipstüten, Sonntagabend beim Tatort. Jeder hatte seine eigene, damit kein Streit um den letzten Krümel aufkommt. Das, was ich noch hören kann, sind keine Lebe-wohl-Melodien, sondern mich sagen: “Lass es dir gut gehen.” An dem Ort, an dem du jetzt stehst, gibt es mich nicht. Ich habe dich alleine