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Literatur

Aus dem Zusammenhang gerissen: Sie sind ein Plädoyer dafür, das Denken an den Tod − den eigenen, den der Nächsten − zuzulassen um Abschiede so individuell zu begehen, als wären es Geburtstagsfeiern. Roth, Fritz: Das letzte Hemd ist bunt. Die neue Freiheit in der Sterbekultur. Campus Verlag: Frankfurt, New York 2011, S. 155.

Aus dem Zusammenhang gerissen: Ich würde nicht so viel von mir selbst reden, wenn ich jemand anderen so gut kennen würde wie mich. Thoreau, Henry David: Walden. Ein Leben mit der Natur. dtv: München 2015, S.7.

Aus dem Zusammenhang gerissen: Nach der Theorie meines Onkels schaut auch der Tod sich gerne alte Fotos an und holt diejenigen ab, die ihm am besten gefallen. Kaminer, Wladimir: Onkel Wanja kommt. Eine Reise durch die Nacht. Goldmann: München 2012, S.9.

Von Sarah Riedeberger und mir. Einheit Einheit gleich Gesamtheit, ein Ganzes. Wir, wie ein Haus. Ein Dach und ein paar Stützbalken, ein euphorisch lächelndes Willkommens-Schild an der Tür. Zum Herzen des anderen. Verschwommen. Einige wilde Geschichten – ruhige Gedanken. Die aus den Ritzen im Beton wachsen. Dort zwischen Geschoss und Stockwerk. Du kennst den Unterschied und der besteht aus Holz. Knarzt, dehnt sich im Sommer aus. Auch das Astloch, das von den Würmern in Form von DNS-Strängen tanzend zerfressen worden ist. Wir dehnen uns mit dem Sommer und dem Holz

Liebe Jule Müller, wie soll ich nur beginnen? Vielleicht so: Es tut mir leid! Es tut mir leid für meine folgenden Kommentare. Denn ich habe Interviews von Ihnen gelesen und Sie waren Zucker. Ihr Buch ist allerdings alles andere.  „Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. Wie ich meine Zwanziger überlebte.“ nennt sich Ihre Episoden-Autobiographie. Ich, Ende zwanzig, sah mich schon lesend und unser beider Werdegänge analysieren. Ja, sogar vielleicht vergleichen, in welchem Alter Sie und ich Parallelen aufweisen. Diese fanden sich allerdings gar

Sarah Riedeberger und ich haben es wieder getan. Die nächtlichen Geschichten Nr. 2, schwarz und aus dünnen Buchstaben zusammengeschrieben. Kein Filter, keine Retusche. Schlafen ist auch keine Option. Dosenbier ist aber eine. Oder Schnaps, intravenös. Mich volllaufen lassen, um am nächsten Morgen auszubluten, wie ein angefahrenes Tier, liegend am Straßenrand. Alle Emotionen, wie Innereien raus. Aber da ist niemand, der das dann auffängt oder sogar entsorgt. Da ist niemand, der mein über-die-Strenge-Schlagen nach Hause trägt. Das muss auch keiner, denn dazu bin ich selbst fähig. Immer noch irgendwie, mit der

Aus dem Zusammenhang gerissen: „Auch die Griechen, wußte Onno, die die Grundlage für die westliche Kultur gelegt hatten, besaßen kein Wort für >>Kultur<<. Die Wörter entstanden erst, wenn die Sache verschwunden war.“ Mulisch, Harry: Die Entdeckung des Himmels. Rowohlt: Reinbeck bei Hamburg 2010, S.50.

Aus dem Zusammenhang gerissen: Mein Onkel lebte nicht gesund, das kann man nicht sagen, allerdings war es damals auch noch nicht so in Mode, gesund zu leben, man durfte sich die eigene Todesart fast noch aussuchen, und es war meistens die eigene Lebensart. Maier, Andreas: Das Zimmer. Suhrkamp: Berlin 2010, S.45.

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