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Roger Willemsen Nachruf

Nachtrag: Ich halte nichts von Befindlichkeits-Trauer, die einen Tag andauert und danach vergessen ist. Seit drei Tagen habe ich Magenschmerzen, auch wenn das von aussen nicht zu sehen ist. Ich habe eine Buch-Behausung um mein Bett gebaut, um unter einer Wort-Kuppel zu liegen und dadurch Trost zu finden. Ich sage Freunden, dass es keinen Sinn mehr hat zu schreiben, wenn niemand mehr da ist, der darüber urteilen könnte. Ein eckiges Urteil. Ein Urteil, das man sich selbst als Nonplusultra gesetzt hat, unabhängig von verbleibenden Kritikern. Auf der anderen Seite befeuert

Lieber Roger Willemsen, ich weiß, du kanntest mich nie und ich nehme mir dennoch heraus, dich zu duzen. Meine Schwester schrieb mir eben, dass du gestorben seist und ein kurzer Blick in die digitalen Medien zeigte, dass du es wirklich bist. Was ich dir nicht mehr sagen kann: Meine Liebe begann mit „Gute Tage. Begegnungen mit Menschen und Orten.”, da war ich 14 Jahre alt. Mit kleinen Zwischenstopps bei anderen Herrschaften fand ich doch immer wieder zu dir zurück und untermauerte mein Pseudo-Literatentum mit dir